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Arbeiten in der Post-Corona-Ära

Was Unternehmer jetzt wissen müssen

Die Pflicht zur pandemiebedingten Arbeit im Home-Office lief gestern aus. Für viele Berufstätige bedeutet das eine Rückkehr in die Büros. Doch ein Zurück zum Vor-Corona-Zustand wird es nach unserer Einschätzung nicht geben, denn die Pandemie hat unsere Arbeitswelt massiv verändert. Das Arbeiten in der „Post-Corona-Ära“ stellt Unternehmen vor Herausforderungen und sollte aktiv gestaltet werden. Ansonsten vergeben Unternehmen wertvolle Chancen, wenn alles einfach wie zuvor weiterläuft.

Wie Unternehmen das Beste aus beiden Welten vereinen und welche Regeln dabei gelten sollten, erfahren Sie in unseren 7 Tipps!

 

Vor- und Nachteile aus beiden Welten

Nach einigen Wochen im Home-Office entstand in vielen Unternehmen eine „Das-klappt-viel-besser-als-gedacht“-Erkenntnis. Es zeigten sich erste Vorteile, wie zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten, eine Zeitersparnis durch wegfallende Arbeitswege oder ein ruhigeres, selbstbestimmteres Arbeiten Zuhause. Durch die virtuelle Zusammenarbeit entstand auch ein neuer Umgang miteinander. Eingefahrene Muster von Gesprächsführungen lösten sich auf und Menschen konnten sich in Online-Meetings auf eine andere Art und Weise einbringen und präsentieren. Vorteile, die viele Menschen dauerhaft behalten möchten.  

Doch auch die Nachteile der neuen Arbeitssituation wurden sichtbar: Vor allem Mitarbeitende, deren Wohnverhältnisse kaum Rückzugsmöglichkeiten boten, litten unter der Home-Office Pflicht. Und auch der persönliche Austausch, Gespräche im Arbeitsalltag und der soziale Kontakt im Büro fehlten. Dazu kamen Probleme beim Datenaustausch und lahmende Internetverbindungen, die so manche Videokonferenz erschwerten.
Hinzu gesellt sich auch die Vertrauensfrage, ob die Mitarbeitenden auch wirklich an den richtigen Dingen arbeiteten.

 

7 Tipps für die Post-Corona-Ära

Die Herausforderung für Unternehmen besteht nun darin, das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Denn wenn man alles einfach weiterlaufen lässt, vergibt man wertvolle Chancen einer neuen, effizienteren Zusammenarbeit.
Wie das gelingen kann, erfahren Sie in unseren 7 Tipps.

  1. Das Ziel sollte sein, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Angestellten in einem betrieblichen Kontext gerecht zu werden. Führungskräfte sollten den Austausch mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen: was hat ihnen gut gefallen am Home-Office? Was wünschen sie sich für ihre zukünftige Arbeitssituation? Worin sehen sie die größten Hürden und wie lassen sich diese bewältigen? Gemeinsam über das Erlebte und die individuellen Erfahrungen zu sprechen, ist ein wichtiger erster Schritt.
     
  2. Überlegen Sie, ob eine Mischform zwischen Home-Office und Anwesenheit auch zukünftig in Frage kommt und wie die Zusammenarbeit aussehen könnte. Bestimmte Besprechungen könnten beispielsweise auch zukünftig nur online stattfinden. Dann müssten sich selbst Beschäftigte, die im Büro anwesend sind, in die Onlinekonferenz schalten, damit alle Beteiligten die gleichen Voraussetzungen haben.
    Erste Lösungen für die Zusammenarbeit sollten etabliert und dann gemeinsam beobachtet werden, welche Mängel und Stärken die Arbeitsform mit sich bringt. Unternehmen sollten jedoch davon absehen, schon jetzt die finale Lösung für das Arbeiten an flexiblen Orten zu finden. Vielmehr ist es ein Test mit einem kontinuierlichen Dialog zwischen allen Beteiligten.
     
  3. Bei aller Flexibilität gelten weiterhin verbindliche Regeln, die festgelegt werden müssen: Wie viel darf im Home-Office gearbeitet werden? Zu welchen festen Zeiten sind Arbeitnehmende erreichbar? Sind feste Präsenztage sinnvoll oder die Arbeitszeitmodelle dafür zu verschieden? Wie sieht die technische Ausstattung aus? Welche finanzielle Unterstützung bietet der Arbeitgeber für die Einrichtung des Heimarbeitsplatzes, beispielsweise für einen ergonomischen Schreibtischstuhl?
     
  4. Gleiches Recht für (fast) alle! Wichtig ist, allen Beschäftigten die gleichen Rechte einzuräumen, sofern es die Position zulässt.
     
  5. Führungskräfte sollten konsequent(er) nach vereinbarten Zielen führen, um die Leistung der Mitarbeitenden auch gerecht zu beurteilen. Denn häufig sind die Leistungen der Angestellten, die nicht im Büro sitzen, viel weniger sichtbar. Das kann sich negativ auf die Leistungsbeurteilung oder Förderung der Mitarbeitenden auswirken.
     
  6. Desk Sharing kann eine gute Lösung sein, um Mitarbeitenden flexible Arbeitsorte anzubieten. Die Beschäftigten haben keinen festen Arbeitsplatz mehr und teilen sich die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze mit ihren Kolleginnen und Kollegen. Auch wir haben das Desk Sharing vor einigen Monaten eingeführt und sind bislang sehr zufrieden mit dem Ergebnis (hier berichteten wir darüber). Das Büro wird dadurch mehr zur "Begegnungsstätte" und Treffpunkt für Mitarbeitende als zum reinen Arbeitsplatz. Kleine Events tragen dazu bei, dass das Wir-Gefühl nicht verloren geht und stärken zusätzlich den Teamgeist.
     
  7. Kommunikationswege für den täglichen Kontakt sollten einheitlich festgelegt werden. Für den schnellen Austausch nutzen wir beispielsweise Slack (Chat) und für die Videokonferenzen Microsoft-Teams. Auch die Prozesse und der Datenaustausch müssen klar geregelt und für alle Beschäftigten transparent sein, um Informationsbrüche zu vermeiden und reibungslose Abläufe sicherzustellen.

 

Sicherlich ist die neue, alte Arbeitswelt nach Corona eine Herausforderung für viele Unternehmen – doch gleichzeitig eine enorme Chance, eingefahrene Strukturen aufzubrechen und sich für eine neue, digitale Zukunft mit flexiblen Arbeitsformen zu rüsten. Gerne unterstützen wir Sie bei diesem wichtigen Schritt. Sprechen Sie uns einfach an.